Der Anbau von Sida befindet sich in Deutschland zurzeit noch im Anfangsstadium. Wissenschaftliches Ziel dieses Projektes ist die Bewertung von Sida-Biomasse für die Biogasgewinnung, für Biomasseheizungen und als Rohstoff für eine stoffliche Verwertung im Bereich Biopolymere und Naturfasern. Im Speziellen werden die quantitativen und qualitativen Merkmale für eine Rohstoffbereitstellung untersucht und herausgearbeitet. Zudem werden Felduntersuchungen auf verschiedenen Versuchsstandorten in Deutschland, Polen, England und Italien durchgeführt. Im Vordergrund steht dementsprechend die Evaluierung von Anbaukriterien hinsichtlich Saatgut- und Jungpflanzenverwendung. Zusätzlich wird die Standortangepasstheit, biologische Nachhaltigkeit und Effizienz durch entomologische Untersuchungen dieser Kultur erfasst.

Marek Bury von der West Pomeranian University of Technology Szczecin in seinen Sida-tests
Marek Bury von der West Pomeranian University of Technology Szczecin in seinen Sida-tests



In Rahmen des Projektes werden auch Experten-Interviews von Landwirten mit Sida-Anbauerfahrung durchgeführt. Wenn Sie schon Sidaanbauer sind oder sich damit beschäftigen, Sida als Kulturpflanze auf Ihren Flächen anzubauen, würde es uns freuen, wenn Sie uns bei dieser Befragung unterstützen können.

Im Rahmen des Projektes soll dargestellt werden, welche Potentiale im Falle positiver Ergebnisse kurz-, mittel- bzw. längerfristig für Sida bestehen, insbesondere im Hinblick auf verschiedene Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeiten und der Kaskadennutzung.

Das primäre Ziel des Projektes ist, Sida als landwirtschaftliche Rohstoffpflanze in Deutschland zu etablieren und Anbau und Erträge zu optimieren. Ferner soll das Projekt Ergebnisse liefern. Forschungsbedarf besteht bezüglich der Kultivierung von Sida, da das Saatgut aufgrund sehr starker Schwankungen in der Keimung eine Einflussgröße für den Erfolg derKultivierung darstellt. Daher werden auch Jungpflanzen mit geprüft, denn letztendlich hängt der Erfolg des Untersuchungsvorhabens von der erfolgreichen Etablierung auf den Versuchs- und Praxisflächen ab. Im Rahmen des Sida-Netzwerkes werden zudem landwirtschaftliche Sida-Kulturen und Kontrollflächen in landwirtschaftlichen Praxisbetrieben ausgewählt und einbezogen. Durch die inhaltlich und methodisch enge Verzahnung der Arbeitspakete können sich die am Projekt beteiligten Institutionen gegenseitig unterstützen und koordiniert zusammenarbeiten.



Nähere Informationen erhalten Sie bei

Reent Martens (3N)
Tel.: 0049-(0) 5951-9893-14

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